Jahresrückblick 2025 und Ausblick in 2026
- Herzlich willkommen im Jahr 2026! -
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Jahreswechsel ist immer ein besonderer Moment: Er lädt uns ein, zurückzublicken auf das, was hinter uns liegt, und zugleich den Blick nach vorn zu richten.
Das vergangene Jahr 2025 war geprägt von tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen – auf internationaler Ebene ebenso wie in Deutschland, in unserem Land Baden-Württemberg und hier bei uns in den Kommunen vor Ort. Das Jahr 2025 stand bundespolitisch im Zeichen eines Neuanfangs. Nach dem Ende der Ampel-Koalition und den vorgezogenen Bundestagswahlen war es Aufgabe der neuen Bundesregierung, Stabilität zurückzugewinnen und verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen. Die Herausforderungen waren und sind enorm: eine angespannte Haushaltslage, notwendige Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung, Fragen der sozialen Gerechtigkeit sowie die Sicherung von Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen. Wir Kommunen spüren diese Umbrüche deutlich – die finanziellen Herausforderungen bringen es auch für uns in Emerkingen mit sich, dass Projekte überprüft und Prioritäten teilweise angepasst werden müssen. Auf Landesebene stand Baden-Württemberg weiterhin vor der Aufgabe, Klimaschutz, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und sozialen Zusammenhalt miteinander zu verbinden. Themen wie der Ausbau erneuerbarer Energien, die Stärkung des ländlichen Raums, die Sicherung der medizinischen Versorgung und die Zukunft unserer Schulen und Kindergärten bestimmten die politische Agenda. Viele dieser Entscheidungen wirken sich unmittelbar auf unsere Gemeinden aus – und verlangen von uns allen Geduld, aber auch konstruktive Mitwirkung.
International bleibt die Lage angespannt. Der anhaltende Krieg in der Ukraine, die aggressive Politik Russlands, die Konflikte im Nahen Osten und die wachsende Bedeutung autokratischer Systeme stellen die internationale Ordnung auf eine harte Probe. Gleichzeitig hat die erneute Präsidentschaft Donald Trumps in den USA spürbare Auswirkungen auf Europa: Handelspolitische Unsicherheiten, Fragen der Sicherheitsarchitektur und die Zukunft der transatlantischen Partnerschaft beschäftigen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. All dies wirkt bis in unseren Alltag hinein. Gerade in solchen Zeiten ist es entscheidend, unsere demokratischen Werte zu verteidigen. Populistische und extremistische Kräfte versuchen, Ängste zu schüren und einfache Antworten auf komplexe Fragen zu geben. Dem müssen wir mit Haltung, Sachlichkeit und Engagement entgegentreten. Wir sind gut beraten, wachen Auges hinzuschauen, welche Parteien unsere Demokratie schwächen wollen, um uns mutig gegen diese Einflüsse zu stellen. Für Euch, liebe Bürgerinnen und Bürger bietet die Landtagswahl am 08.03.2026 die Möglichkeit, durch Eure Wahlentscheidung aktiv an einer Stärkung der Demokratie und damit an einer wertvollen Zukunft mitzuwirken. Dafür mag ich heute schon werben. Demokratie lebt von Beteiligung, vom respektvollen Dialog und von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – im Großen wie im Kleinen.
Doch nun möchte ich den Blick zurück wagen und die Projekte des Jahres 2025 kurz beleuchten:
Das größte Infrastrukturprojekt der vergangenen Jahrzehnte war der Breitbandausbau der "Weißen Flecken", mit dem 187 geförderte Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen werden. In den Straßen Wachinger Straße, Schloss- und Kirchstraße, Hundersinger Straße ortsauswärts,Stützenstraße,Teilstück Gartenstraße, Schlehenweg, Teilstück Tulpenweg, Abt-Eugen-Fiderer-Straße, Falkenhofweg, Am Schafberg, Am Silberbuckel wurden 2024 die Tiefbauarbeiten größtenteils erledigt, die Leerrohrverbünde verlegt und Verteilerschächte gesetzt. 2025 wurden nun die Glasfaserleitungen in die Leerrohre eingeblasen. Im Pop-Standort am Rathaus wurde hierfür die Aktivtechnik installiert, mit der die einzelnen Hausanschlüsse dann via Glasfaserleitung verbunden wurden. Diese Arbeiten konnten in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden und die hierfür notwenige Dokumentation erstellt werden. Dieses komplexe Dokument ist die entscheidende Basis für den Netzbetreiber, um das Netz zuverlässig in Betrieb nehmen zu können. Die Übergabe ist inzwischen erfolgt, weshalb der Betreiber NetCom-BW die Gebäude bei Bedarf binnen sechs Monaten ans Netz nehmen muss.
Die NetCom-BW war im vergangenen Jahr auch in anderer Hinsicht in Emerkingen aktiv. Für weitere 116 Hausanschlüsse, die als graue Flecken definiert sind, hat die NetCom-BW einen eigenwirtschaftlichen Ausbau angekündigt. Damit wäre nahezu das komplette Dorfgebiet erschlossen. Die verbleibenden sechs Anschlüsse im Randbezirk können im Rahmen des geförderten Ausbaus der OEW-Breitband GmbH erschlossen werden. Dies alles soll bis spätestens Mitte 2028 abgeschlossen werden. Dabei ist Emerkingen im vorderen Cluster des eigenwirtschaftlichen Ausbaus der 17 ausgewählten ADK-Kommunen dabei. Wir sind sehr froh, den Ausbau nicht mehr in Eigenregie durchführen zu müssen. Das hat die vergangenen zwei Jahre große Ressourcen gebunden. Am 24.09.2025 hatte die NetCom-BW in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung mit einer Bürgerveranstaltung begonnen, die grauen Flecken zu vermarkten. Weil mit Abschluss der Vermarktungsphase 56 % der Hausanschlüsse mit einem Vertrag gebucht wurden, ist der Ausbau durch die NetCom-BW gesichert.
Ein erfolgreiches Projekt des vergangenen Jahres war der Bau und die Fertigstellung des Spielplatzes Rosenweg. Hier hatte der Gemeinderat nach einem Bürgerbeteiligungsprozess mit den Kindern, Eltern und Großeltern einen Plan auf den Weg gebracht, der durch die Firma Landschaftsbau Djivic und die ARGE Zeeb & Partner realisiert wurde. Am 18.07.2025 konnte er im Rahmen einer Einweihung seiner Bestimmung übergeben werden. Es war ein großartiger Auftakt, bei dem die Kinder im Mittelpunkt standen und Turnkids und Jugendkapelle den Nachmittag umrahmten. Ein Highlight war der Hammellauf, den viele Kinder und Jugendliche als solchen noch gar nicht kannten. Erfreulich ist: Der Erfolg gibt uns recht. Der Spielplatz wird rege genutzt. Vor allem der Matschbereich mit Wasserspiel hat es den Kindern angetan. Und so ist es für mich immer ein Erlebnis, wenn Kinder mit leuchtenden Augen am neuen Spielplatz anzutreffen sind.
Bei diesem Termin fand auch die Prämierung zum STADTRADELN statt. Vom 22.06. bis 12.07.2025 hatten erneut zehn Teams mit 63 aktiven Radelnden teilgenommen – und mit einem absoluten Kilometerrekord abgeschlossen. Im bundesweiten Vergleich lagen wir mit 36,10 km/Einwohner auf Platz fünf, im Landesvergleich sogar auf Platz drei. Im Alb-Donau-Kreis belegen wir nach Altheim/Ehingen Platz zwei. Im Ranking der Parlamentarier aller Kommunen deutschlandweit (km/aktiv radelnder Parlamentarier) erreichten wir den zweiten Rang und wurden bei der Abschlussveranstaltung mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Das größte Zukunftsprojekt der kommenden Jahre wird der Kindergartenneubau mit barrierefreier Bushaltestelle und Parkplatz sein. Hierfür wurde der Bebauungsplan abgeschlossen. Ein Paradebeispiel für Natur- und Klimaschutz ist dabei der Erhalt der Streuobstwiese, aber auch der geplante Neubau mit nahezu 80% begrünten Dachflächen, die für ein positives Umgebungsklima sorgen werden. Zudem ist der Mehrzweckraum des Gebäudes so geplant, dass er, neben seiner Funktion im Kindergarten, auch autark für kulturelle und sportliche Bedarfe z. B. der Vereine genutzt werden kann, aber auch die Möglichkeit für private Veranstaltungen bis 100 Personen bietet. Hier war es dem Gemeinderat wichtig, die Synergien dieses Neubaus für die gesamte Dorfgemeinschaft nutzbar zu machen. Im Kindergarten wird es später zwei reguläre Gruppen und eine zusätzlich Krippengruppe geben. In einer Gruppe wird auch zukünftig Ganztagsbetreuung angeboten werden. Im ersten Halbjahr wurde in engem Schulterschluss zwischen Planern, Gemeinderat und Erzieherinnenteam ein begeisterndes Planungskonzept entwickelt und die Ausführungsplanung für die verschiedenen Bereiche umgesetzt. Inzwischen warten wir auf die Genehmigung durch das Landratsamt, um anschließend die Ausschreibungen starten zu können.
Erfreulicherweise konnten für das Baugebiet Stützen V nun die Ausführungsplanungen abgeschlossen und der Genehmigungsbehörde übermittelt werden. Insgesamt sind 32 Bauplätze vorgesehen, davon zehn Plätze mit der Option für den Bau eines Doppelhauses, sowie drei Plätze für den Bau eines Minihauses. Nach umfassenden Planungen konnte noch im alten Jahr die Ausschreibung für den ersten Bauabschnitt mit vierzehn Bauplätzen erfolgen. Die Vergabe ist für Februar des neuen Jahres geplant, sodass die Bauarbeiten zur Erschließung noch im ersten Quartal beginnen können.
In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Emerkingen im Sinne einer effektiven Nachverdichtung im Bestand nach Lösungen gesucht, die eine Aufstockung eines zweiten Vollgeschosses in älteren Baugebieten ermöglichen, ohne dass damit gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für alle Hausbesitzer im Bebauungsplangebiet ausgelöst werden. Unterschiedliche Herangehensweisen wurden mit dem Landratsamt, mit dem Gemeindetag Baden-Württemberg sogar bis in die Landesregierung hinein diskutiert. Teilweise machte im Ländle sogar die Rede vom Emerkinger Modell die Runde. Dem großen Lösungswillen aller Beteiligten ist es zu verdanken, dass am Ende eine so einfache, wie effiziente Lösung gefunden wurde. So konnte im dritten Quartal 2025 die Aufhebung des ersten alten Bebauungsplans auf den Weg gebracht werden. Damit können dort voraussichtlich im Januar 2026 Bauanträge zur Aufstockung für zweite Vollgeschosse eingereicht werden. Weitere alte Bebauungsplangebiete sollen bei Bedarf folgen.
Als erste Photovoltaik-Projekte wurden im vergangenen Jahr Anlagen auf dem Bauhof und auf dem Gebäude Stützenstraße 3 installiert. Für das Rathaus und das Backhaus wurden ebenfalls Anlagen beauftragt und nach Untersuchungen zur Statik und Machbarkeit wurde von den drei Partnergemeinden auch ein Aufbau auf die Römerhalle beschlossen und noch im Dezember vergeben.
In der Römerhalle wurde eine neue Kühlanlage für den Kühlraum eingebaut. Für die über 40 Jahre alte Heizung wurde die Prüfung und Planung für eine zukünftige Heizungsanlage beauftragt. Die Ergebnisse werden den drei Gremien im Februar 2026 zur weiteren Beratung vorgestellt.
In der Leichenhalle wurden alle Sonderanfertigungen an Türen wegen Insektenbefalls und Verwitterung saniert sowie Standardtüren durch neue ersetzt. Dieses Projekt konnte noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel abgeschlossen werden.
In der Flüchtlingsunterkunft Stützenstraße 3 wurden die alten Nachtspeicheröfen durch effizientere IR-Heizungsanlagen ersetzt.
Und nicht zuletzt wurde das digitale Ratssystem für den Gemeinderat eingeführt. Seitdem findet die gesamte Gremienarbeit papierlos auf digitalen Geräten statt. Im Rathaus wurde zudem die Möglichkeit geschaffen, Gebühren bargeldlos vor Ort zu bezahlen – eine Option, die erfreulicherweise große Akzeptanz erfährt.
Für die Freiwillige Feuerwehr wurde im März 2025 mit dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses begonnen. Zunächst wurden zwei Absauganlagen eingebaut, ehe am Nordgiebel die geplante Alarmeingangstüre eingebaut wurde. Damit ist hier zukünftig die Möglichkeit gegeben, dass sich beide Geschlechter in getrennten Bereichen umkleiden können.
Gleichzeitig stehen allen 34 aktive Feuerwehrfrauen und -männern ausreichend Spinde zur Verfügung. Ergänzend wird im Innenbereich eine Stiefelwaschlösung und ein Schlauchtrocknungsschrank integriert werden. So kann der Schlauchtrocknungsmast im Außenbereich zukünftig abgebaut werden.
Damit sind wir bereits bei den Projekten für das kommende Jahr angekommen:
Mit dem Feuerwehrgerätehausumbau wird auch der Außenbereich im nördlichen und östlichen Bereich angepasst, sodass im rückwärtigen Bereich die Notstromversorgung besser angefahren werden kann. Gleichzeitig hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung 2025 noch beschlossen, dass in diesem Zuge die Fassade des Rathauses neu gestrichen werden soll. In den Büros der Gemeindeverwaltung ist der Einbau einer Klimaanlage geplant, nachdem im vergangenen Jahr die Innenraumtemperaturen lange Zeit über 28 °C gelegen hatten. Im Rahmen der Digitalisierung wird die e-Akte eingeführt werden. In der Römerhalle werden, neben dem Aufbau der PV-Anlage, die alten Sonnenschutzrollos an den Fensterfronten erneuert. Alle Wasserzähler der Haushalte werden zum Jahresbeginn durch neue Funkwasserzähler ersetzt werden. Damit wird nicht nur der Zählertausch digitalisiert, sondern vor allem die Ablesung durch eine digitale Funklösung erleichtert. Im Bereich der Straßenbeleuchtung sollen in den Verteilerschränken Controller eingebaut werden, sodass zukünftig das komplette Ortsgebiet digital gesteuert werden kann. Nicht zuletzt ist der Kanal in der Rottenacker Straße so auszubauen, dass im Trennsystem die anfallenden Abwassermengen aus den oberliegenden Ortsgebieten auch bei Starkregen zuverlässig abgeleitet werden können. Weil die Gemeinde Emerkingen mit der Stadt Munderkingen und den Gemeinden Unterwachingen und Hausen am Bussen im Grundschulverbund zusammengeschlossen ist, müssen bereits für den Ausbau der verpflichtenden Ganztagsbetreuung Mittel eingeplant werden. Als wichtigste und zentrale Bauprojekte des aktuellen Jahres werden, wie bereits ausgeführt, vorrangig die Erschließung des Baugebiets Stützen V im Vordergrund stehen, ebenso wie der geplante Bau des neuen Kindergartens samt barrierefreier Bushaltestelle, Parkplatz an der Römerhalle und Straßenausbau.
Doch nun will ich den Fokus auf diejenigen lenken, die unsere Gemeinde ausmachen, auf Euch liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Ehrenamtliche mit unseren Vereinen. An Drei-König hat mich die gesamte Schar der Sternsinger im Rathaus zur Überbringung des Sternsinger-Segens besucht. Das war eine berührende Geste und ein guter Start in das angefangene Jahr. Dass diese Tradition weiterhin so gut gelingen kann, ist nicht zuletzt der Verdienst der Betreuer der Sternsinger.
Im Januar 2025 durften wir den 180. Kriegerjahrtag feiern. Zu 57 Schlägen der großen Glocke legten wir die Sterbetafeln der Vermissten und Gefallenen nieder. Im Gedenkteil hatten wir die psychischen Traumata beleuchtet, die viele Soldaten nach ihrer Rückkehr in die Heimat belasteten.
Am 11.01.2025 starteten die Dura-Hexa mit einem Narrenabend in der Römerhalle in ihr Jubiläumsjahr, welches sie mit dem 6. Winterzauber im November für sich beendeten. Nachdem im Vorjahr Fetzasprenger und Dura-Hexa erstmals alle Emerkinger Veranstaltungen auf einen Tag zusammengefasst hatten, was sich letztendlich als voller Erfolg herauskristallisierte, wurde dies auch am Rosenmontag 2025 praktiziert. So wurde, nach Dill-Dapp-Rauslau am Morgen und Umzug samt Kinderfasnet am Nachmittag, der Dill-Dapp am Abend wieder eingesperrt, um danach ausgelassen den Bürgerball zu feiern. Auch an der diesjährigen Fasnet waren Fetzasprenger und Musikkapelle an drei Umzügen mit einer gemeinsamen Kapelle unterwegs.
Am traditionellen Funkenwochenende nach der Fasnet hatte die Landjugend wieder ein weithin sichtbares Feuer aufgebaut und die Besucher mit allem Notwendigen fürs leibliche Wohl versorgt. Später beim Maibaumkranzen, im April, waren die Jugendlichen im besonderen Maße gefordert. Ganz nach dem Motto „Viele Hände geben ein schnelles Ende“ wurde nahezu in Rekordzeit gekranzt. Letztendlich landete der Baum auf dem 2. Platz des Maibaum-Wettbewerbs.
Das Theater Emerkingen startete am 29.03.2025 mit der Premiere in die Theatersaison. „Obacha“– omeglich oder it ganz bacha …. So hieß der komische Fremde, der mitten im Wald einem Jäger vor Fernglas und Flinte lief. Wieder begeisternd inszeniert, wurde das Stück, samt Dorfplatz einfach auf die Bühne der Römerhalle projiziert. Der Applaus des Publikums war garantiert.
Kaffee, Kuchen und ein Eierlikörchen war auch in diesem Jahr das Motto des Kaffeekränzchens, zu dem der Kirchengemeinderat eingeladen hat. Bei leckerem Kaffee und selbstgebackenem Kuchen konnten sich die Besucher in gemütlicher Runde austauschen.
Sicherlich ein Highlight in der Vereinsgeschichte der Musikkapelle Emerkingen war die Berlinfahrt Mitte Januar. Sowohl beim Auftritt in der Landesvertretung Baden-Württemberg vor geladenen Gästen, wie auch beim Spielen auf der Grünen Woche, waren die Zuhörer aus dem Häuschen. So war die Präsentation der Musikkapelle in Berlin nicht nur Werbung für den Verein, sondern auch eine ausgezeichnete Visitenkarte für die Gemeinde Emerkingen. Zu Fronleichnam wurden dann wieder die Musikertage eröffnet, an denen am Sonntag der Sternmarsch mit Fahneneinmarsch aller VG-Fahnen und -Musikkapellen ein Genuss für alle Musikbegeisterten war.
Besonders erfreulich war, dass am 29.03.2025 erneut eine Dorfputzete durchgeführt werden konnte, die vom Stammtisch GOGC organisiert wurde. Ein herzliches Dankeschön geht dabei auch an das Gasthaus Hirsch, das die Teilnehmenden mit köstlichen Schnitzelwecken versorgte. Diese Aktion leistet einen wichtigen Beitrag zur Sauberkeit unseres Gemeindegebiets und verdient großen Dank an alle, die mitgemacht haben.
Am 18.07.2025 wurde der neue Spielplatz im Rosenweg eröffnet. Mit Wasserspielen, Matschbereich, Kletterburg im Römerturmstil, Trampolin, Schaukeln und Schmugglerpfad bietet er nun ein vielfältiges Spieleangebot. Gut bewirtet durch die Landjugend, wurde an diesem Nachmittag gespielt, getanzt, musikalisch bestens unterhalten und bis in die Nachtstunden gefeiert.
Erneut konnte ein Bolzplatzturnier auf die Beine gestellt werden, das erstmals von der Landjugend mit Bravour organisiert wurde. Nicht vergessen möchte ich das gelungene Ferienprogramm, bei dem sich wieder viele Vereine und Gruppen engagierten, um so, nicht nur für die Kids, ein abwechslungsreiches Programm anbieten zu können. Ein Highlight für die "Großen" war sicherlich das Saxophon-Gitarren-Konzert in der St. Jakobus-Major-Kirche.
Der SSV Emerkingen hatte mit verschiedenen Events, wie dem Weinfest, Bierfest, natürlich dem Osterhasenfest und nicht zuletzt mit dem Sport- und Trainingstag in und um das Sportheim für Abwechslung im Dorfleben gesorgt. Die Dart-Abteilung organisierte am 05.01.2025 ihr zweites Jedermannsturnier, ehe beide Mannschaften im Laufe des Sommers den Aufstieg in ihrer Klasse schafften. Und auch wenn es heuer keine Meisterschaften im Fußball zu feiern gab, so mag doch allen Übungsleitern und Trainern, genauso wie jenen im Turnbereich gedankt sein, für die ehrenamtliche Arbeit, die dort geleistet wird. Wieviel Spaß dies vor allem den Kids und Jugendlichen bereitet, zeigt eindeutig der Sporttag im Rahmen des Ferienprogramms. Und nicht zu vergessen: die Jedermänner haben mal wieder den neuen Wanderpokal beim STADTRADELN gewonnen. Unglaublich, was dort in den drei Wochen geradelt wurde.
Bei der Feuerwehr stand in diesem Jahr der Ausbau des Feuerwehrhauses im Vordergrund. Viele Stunden an Eigenleistung wurden hier bereits eingebracht, sowohl bei den Planungen, wie auch beim Bau. Im Jugendbereich wurde wieder hervorragende Arbeit geleistet. Nicht nur, dass weitere Jugendgruppenleiter-Lehrgänge absolviert wurden. Vielmehr werden die Nachwuchsjungs und -mädels hervorragend auf die Feuerwehrarbeit vorbereitet. Und erstmals wurde der Ferienprogrammauftakt mit Pizzabacken und Spielen durch die Jugendfeuerwehr gekonnt organisiert.
Dass zum Ende des Jahres die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors entschieden haben, aufzuhören, ist sicherlich ein Wehmutstropfen. Die Entscheidung ist aber umso verständlicher, weil Nachwuchssänger fehlen und Stimmen kaum mehr ausreichend besetzt werden können. Ich habe es dann als eine bemerkenswerte Geste aller Sängerinnen und Sänger empfunden, diese gemeinsame Ära mit einem Abschlusssingen im Gottesdienst am 25.01.2026 abzuschließen. Hierzu darf ich Sie alle, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, jetzt schon herzlich einladen. Es wäre eine wunderbare Wertschätzung, wenn viele diesem musikalischen Ausklang beiwohnen würden.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
auch 2025 war in unserer Gemeinde ein Jahr des Engagements, des Miteinanders und der Verlässlichkeit. Mein herzlicher Dank gilt den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, die mit großem Einsatz und Verantwortungsbewusstsein Entscheidungen getroffen und Projekte begleitet haben, die unsere Gemeinde auch in Zukunft prägen werden. Ebenso danke ich Ihnen allen für Ihr Vertrauen, Ihre Anregungen und Ihre Bereitschaft, sich einzubringen.
Ein besonderer Dank gilt unseren Vereinen, Ehrenamtlichen und Organisatorinnen und Organisatoren, die mit viel Herzblut das gesellschaftliche Leben bereichern. Feste, kulturelle Veranstaltungen, sportliche Aktivitäten und kirchliche Feiern sind es, die unsere Dorfgemeinschaft lebendig machen und Zusammenhalt spürbar werden lassen.
Dank aussprechen möchte ich auch unseren Gewerbetreibenden und Unternehmen, die trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zum Standort Emerkingen stehen, Arbeitsplätze sichern und investieren. Ebenso danke ich unseren Landwirten für ihre unverzichtbare Arbeit und ihren Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft. Mein Dank gilt außerdem der Kirchengemeinde, den Einsatzkräften von DRK, Polizei und Freiwilliger Feuerwehr sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft für ihre engagierte und zuverlässige Arbeit.
Wir alle machen uns Sorgen, wie sich unser Land in den nächsten Jahren entwickeln wird. Mit dem Blick auf die zurückliegenden Jahre wird deutlich: Ein „Weiter so“ kann es nicht geben. Die kommenden Jahre erfordern Einsatzbereitschaft, Fleiß und den Willen, das Gemeinwohl über Einzelinteressen zu stellen. Wenn wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und unseren Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, dann können wir auch aus schwierigen Zeiten gestärkt hervorgehen.
Lassen Sie uns deshalb mit Zuversicht, Zusammenhalt und Tatkraft in das neue Jahr starten – im Vertrauen darauf, dass wir die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam meistern können, hier in unserer Gemeinde ebenso wie in unserem Land.
So wünsche ich Euch allen ein gutes, gesundes, friedvolles, von guter Gemeinschaft getragenes Jahr 2026.
Euer Paul Burger,
Bürgermeister